07.02.2017

Pressemeldung: Rheinauen zwischen Bingen und Ingelheim sind geschützt

Die GRÜNE Fraktion im Kreistag Mainz-Bingen betont anlässlich der gestrigen Unterschriftenübergabe des Bürgerbegehrens für eine Machbarkeitsstudie bzgl. einer Brücke bei Bingen über den Rhein nochmals die Undurchführbarkeit dieses Unterfangens.

Klaus Reinheimer, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Fraktion betont, dass die Schutzwürdigkeit der Rheinauen mit jedem neuen Gutachten nur weiter verstärkt und erweitert wurde. Ulrike Rückert, die umweltpolitische Sprecherin der Kreistagsfraktion ergänzt: „Die Auenlandschaft und der Inselrhein von Bingen bis Budenheim ist eine der letzten artenreichen und ursprünglichen Landschaften ihrer Art, die genau wegen ihrer Bedeutung für den Artenschutz unter deutschem (Naturschutzgebiete), europäischem (Natura 2000 Gebiete) und internationalem (Ramsar-Gebiet) Schutz steht. Hier ist ein Brückenbau unmöglich, da mit einer erheblichen und nachhaltigen Beeinträchtigung der Schutzgebiete zu rechnen ist, die unzulässig ist.“ Reinheimer hält es deshalb für problematisch, den Wähler*Innen zu suggerieren, sie könnten eine Brücke unter Missachtung der naturschutzrechtlichen Regelungen einfordern oder beantragen.

Außerdem ist zu klären, ob der Landkreis für ein solches Projekt überhaupt zuständig ist. "Wir bieten den Bürger*Innen stattdessen weitaus günstigere und realistischere Lösungen des Verkehrsproblems an:

Zum Einen sollen die Fahrzeiten und Kapazitäten der Fähren ausgebaut werden und die Überfahrt soll günstiger werden. Zusammen mit der nun bald zu erwartenden Fertigstellung der Schiersteiner  Brücke wird so schon bald eine Entspannung der Verkehrssituation und eine Entlastung der Pendler*Innen zu spüren sein.

Zum Zweiten fordern die Kreisgrünen, dass eine Direkt-Zug-Verbindung zwischen Bad Kreuznach und Wiesbaden eingerichtet wird" so Reinheimer.

zurück

URL:http://www.gruene-mainz-bingen.de/archiv/expand/642187/nc/1/dn/1/