Verkehr - Infrastruktur


Mobilität
Mobilität kann umwelt- und sozialverträglich gestaltet werden. Räumliche und
zeitliche Mobilität sind wichtige Voraussetzungen für die Teilnahme am Bildungs-
und Arbeitsleben sowie am gesellschaftlichen Leben. Mobilität muss verkehrsmittel-unabhängig möglich sein und darf nicht vom Besitz oder der Verfügbarkeit eines
PKW abhängig gemacht werden. Der Umweltverbund bietet eine gute Alternative.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis Mainz-Bingen wollen umwelt- und sozialverträgliche Möglichkeiten für BürgerInnen in den Kommunen und dem
Landkreis fördern.

Hier setzen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an:

Fußverkehr als Teil der Nahmobilität: kurze, direkte, sichere und attraktive Fußwegeverbindungen sind die beste Voraussetzung für eine hohe Nutzung.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters bevorzugen breite
und erlebnisreiche Wege und Plätze.
Dies ist eine Voraussetzung für urbane und attraktive Kommunen.

 

Radverkehr: Ein attraktives Umfeld für den alltäglichen, freizeitlichen und
touristischen Radverkehr ist die beste Voraussetzung für hohe Nutzungsraten.
Hierzu gehören neben komfortablen, beleuchteten und direkten Radwegeverbindungen auch sichere Abstellanlagen und Serviceeinrichtungen.

 

ÖPNV: Ein gut funktionierender, attraktiver und bezahlbarer ÖPNV ist ein
wichtiger Bestandteil für die Mobilität im Landkreis Mainz-Bingen. 

 

Straßen: Die vorhandenen Straßen sind ein Teil der Mobilität im Landkreis.
Sie sollen in einem intakten Zustand erhalten bleiben.
Grundsätzlich geht der Erhalt des Straßennetzes vor Neubau.

 

Fähren: Wir sehen die Rheinfähren als einen wichtigen Bestandteil des
ÖPNV-Angebotes und wollen diese weiterhin durch den Landkreis unterstützen.
Die zahlreichen Fährverbindungen ermöglichen eine direkte und schnelle Querung
von und nach Hessen.
Zur Verbesserung der Verkehrsbeziehungen über den Rhein hinweg setzen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf den Ausbau der Fährverbindungen.
Mehrere Fähren statt einer Brücke sorgen für wohnortnahe direkte Verbindungen
zur anderen Rheinseite. Sie sind optimal für Fußgänger und Radfahrer.
Sie sichern dauerhaft Arbeitsplätze in der Region und vor allem sind sie mit den
Zielen des Naturschutzes vereinbar und stärken die Naherholungsmöglichkeiten
für die Menschen.

Neue Brücken über den Rhein, ob bei Bingen, Nierstein/Oppenheim oder in
anderen Orten lehnen wir ab.

 

Wir treten ein für …

  • den bedarfsgerechten Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
    und Kleinbussen zur Verbindung der Gemeinden mit den Mittelzentren,
  • die Koordinierung und Bewerbung umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte, -
  • die Förderung regenerativer Antriebe im ÖPNV,
  • ein Sozialticket für den ÖPNV,
  • eine bessere Einbindung der Rheinfähren in den ÖPNV-Tarif und
    Verlängerung der Fahrzeiten,
  • die Förderung von Carsharing mit Einbindung in das ÖPNV-Angebot,
  • die Förderung von Dienstfahrten möglichst mit dem Rad, ÖPNV oder Carsharing
  • attraktive Fußwegeangebote zwischen ÖPNV-Haltestelle und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen und Sportanlagen,
  • die Verbesserung der Fahrgastinformationssysteme,
  • die Förderung von Mitfahrerparkplätzen an ÖPNV-Knoten,
  • die Instandhaltung des bestehenden Kreisstraßennetzes,
  • die Förderung des Fahrradverkehrs durch:
  • Ø Radwegebau und Fahrradstreifen,
  • Ø Radwegebau bei Straßensanierungen,
  • Ø sichere Abstellanlagen für Fahrräder an Bahnhöfen
    und ÖPNV-Umsteigepunkten,
  • Ø Radschnellwege zwischen den Mittelzentren,
  • Ø eine Förderungsinitiative für den Aufbau von Radverleihsystemen
    für den Alltag und Touristik insbesondere an Bahnhöfen und
    ÖPNV-Umsteigepunkten.

 

Lärmschutz


Der Schutz vor Lärm ist ein Grundrecht der Menschen. Lärm jeglicher Art
schadet der Gesundheit und mindert die Lebensqualität der Bürgerinnen
und Bürger im Landkreis Mainz-Bingen.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landkreis Mainz-Bingen wollen eine hohe Lebensqualität für Bürgerinnen und Bürgern in den Kommunen und dem
Landkreis erhalten und fördern.

 

Hier setzen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an:

Straßenlärm: Der motorisierte Verkehr auf der Straße erzeugt tags und nachts ein hohes Maß an Lärmbelastungen für die Bevölkerung im Landkreis Mainz-Bingen.
Je höher die Geschwindigkeit, die Zahl der Fahrzeuge und der Lkw-Verkehrsanteil sind, umso höher ist die Belastung für die Menschen.
Wir wollen die gesetzlichen Möglichkeiten zur Verringerung von Straßenlärm
stärker ausnutzen und unterstützen dabei die Kommunen, aus Lärmschutzgründen Geschwindigkeitsreduzierungen auf Kreis-, Landes- und Bundesstraßen umzusetzen. Dies gilt besonders für die Ruhezeiten der Menschen.

 

Bahnlärm: Der Bahnlärm hat in den letzten Jahren an den Hauptverkehrsstrecken
zum Teil unerträglich zugenommen. Die Ursache ist der stark zugenommene und
in Zukunft weiter steigende Güterverkehr auf der Schiene.
Die erfreulich höhere Nutzung der Bahn für den Gütertransport hat insbesondere in den nächtlichen Ruhezeiten starke gesundheitliche Auswirkungen auf die Anwohner dieser Bahnstrecken. Neben dem langfristigen Bau von Neubaustrecken für den Güterverkehr sind mittelfristige und kurzfristige Lärmminderungen notwendig.

 

Fluglärm: Die Zunahme des Flugverkehrs am Frankfurter Flughafen und die Verlagerung der An- und Abflugrouten haben zu einer gesundheitlichen Belastung
der Bevölkerung bis nach Rheinhessen geführt. Die Lebensqualität im Landkreis Mainz-Bingen und den angrenzenden Gebieten hat - je nach Flugrichtung - sehr
stark abgenommen. Diese Belastungen müssen verringert werden.
Ein weiterer Ausbau des Flughafens muss gemeinschaftlich verhindert werden.

Wir treten ein für …

  • einen konsequenten Lärmschutz für die AnwohnerInnen
    entlang von Straßen und Bahnlinien,
  • eine kommunale Initiative für Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Lärmschutzgründen auf Gemeinde-, Kreis-, Landes- und Bundesstraßen, besonders für Ruhezeiten,
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen aus Lärmschutzgründen in Ruhezeiten
    für Güterzüge auf Bahnstrecken,
  • die Umrüstung der Bahngüterwagen auf Flüsterbremsen,
  • den Neubau einer Bahngüterstrecke als langfristiges Ziel,
  • die Ausweitung eines echten Nachtflugverbotes am Frankfurter Flughafen von  22 bis 6 Uhr,
  • die Deckelung der Flugbewegungen,
  • den Verzicht auf Terminal 3 und einen weiteren Ausbau des Flughafens,
  • eine Lärmgesetzgebung mit verbindlichen Höchstgrenzen und einem realistischen Berechnungsverfahren, das auch Einzelschallereignisse berücksichtigt.

 


Digitale Infrastruktur


Menschen können nicht nur durch Busse, Radwege und Straßen näher zusammen gebracht werden. Der Ausbau der digitalen Infrastruktur gehört zu den Zukunftsthemen unseres Landkreises. Schnelle Internetverbindungen sind  inzwischen ein harter Standortfaktor.

 

Gesellschaftliche Teilhabe, Telearbeit und die Ansiedlung von Unternehmen kann somit in den Kommunen ermöglicht werden. Dort wo der Markt (in diesem Fall die Telekommunikationsanbieter) versagt, müssen Kommunen selbst tätig werden und alle Möglichkeiten nutzen.

 

Wir treten ein für …

  • die Erhebung des Ausbaubedarfs im Landkreis,
  • die Einführung und der Ausbau von e-governments
    (als offenes und digitales Verwaltungshandeln),
  • den zügigen Ausbau digitaler Infrastruktur gemeinsam mit den Kommunen,
  • die Unterstützung der Initiativen für freies W-Lan in den Kommunen,
  • die Bereitstellung von schnellem Internet als Pflichtaufgabe für die öffentliche Hand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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